Alexander GrollmannSchnellcheck · Schritt 1 von 2

Passt die Privatinsolvenz zu Ihnen?

Fünf kurze Fragen, anonym und unverbindlich. Ein Ja schließt Sie nicht von Hilfe aus; es zeigt nur, welcher Weg zu Ihnen passt.

Frage 1 von 5 · SelbständigkeitHaben Sie ein Gewerbe angemeldet oder freiberuflich gearbeitet, jetzt oder früher?

Warum ich das frage: Wer selbständig war, kommt je nach Zahl der Gläubiger in ein anderes Verfahren.

Frage 2 von 5 · Frühere RestschuldbefreiungHat ein Gericht schon einmal über eine Restschuldbefreiung bei Ihnen entschieden?

Restschuldbefreiung heißt: Am Ende einer Privatinsolvenz kann das Gericht Sie von den offenen Schulden befreien. Dafür müssen Sie Ihre Pflichten im Verfahren erfüllen.

Warum ich das frage: Nach einer früheren Entscheidung gilt eine Wartezeit, bevor ein neuer Antrag möglich ist (§ 287a Abs. 2 InsO). Wie lang sie ist, hängt davon ab, was entschieden wurde.

Frage 3 von 5 · Laufendes VerfahrenLäuft bei Ihnen gerade ein Insolvenzverfahren?

Warum ich das frage: Solange ein Verfahren läuft, ist ein zweiter Antrag nicht möglich.

Frage 4 von 5 · ImmobilieBesitzen Sie eine Immobilie (Haus, Wohnung, Grundstück), allein oder anteilig?

Warum ich das frage: Grundeigentum macht das Verfahren komplexer; dafür ist dieses Angebot noch nicht ausgelegt.

Frage 5 von 5 · MithaftungHaften Sie für Schulden anderer, oder haftet jemand für Ihre Schulden, zum Beispiel als Bürge oder Mitkreditnehmer?

Warum ich das frage: Eine Restschuldbefreiung befreit andere Haftende nicht mit. Bei „Ja" kläre ich es zuerst mit Ihnen, das ist kein Ausschluss.

Gemeint sind Schulden, die Sie nicht mehr bezahlen können: eigene mit einem Mithaftenden und fremde, für die Sie bürgen. Ein gemeinsamer Mietvertrag ohne Rückstand zählt hier nicht.

Gut zu wissen, bevor Sie weitergehen

Bestimmte Schulden bleiben auch nach einer Restschuldbefreiung bestehen (§ 302 InsO):

  • Geldstrafen und Bußgelder
  • Schulden aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung (zum Beispiel Betrug)
  • vorsätzlich vorenthaltener Unterhalt
  • Steuerschulden aus einer Verurteilung wegen einer Steuerstraftat

Vorsätzlich heißt: Sie hätten zahlen können und haben es bewusst nicht getan. Konnten Sie nicht zahlen, weil Ihr Einkommen nicht reichte, fällt der Rückstand nicht darunter.

Das ist kein Ausschluss. Trifft einer dieser Punkte bei Ihnen zu, bleibt diese eine Schuld nach dem Verfahren bestehen; alle übrigen werden erlassen, wenn Sie Ihre Pflichten im Verfahren erfüllen. Ob ein Gläubiger das geltend macht, zeigt sich in seiner Antwort auf mein Schreiben. Für Ihre übrigen Schulden kann die Privatinsolvenz trotzdem der richtige Weg sein.

Ihre Angaben bleiben anonym: keine Anmeldung, keine Unterlagen. Sie werden nur für diese Sitzung gespeichert, damit nichts verloren geht, wenn Sie zwischendurch eine andere Seite öffnen. Das Gesetz nennt das Verfahren Verbraucherinsolvenz; gemeint ist dasselbe.